Leitfaden SuperX-Datenschutz

Einleitung

Datenschutz
 

Bei Implementierung eines Datawarehouse stellen sich immer auch datenschutzrechtliche Fragen, die im Laufe der letzten Jahre und aufgrund der Zusammenarbeit mit der HIS e.G., den Hochschulen und den Ministerien an Bedeutung gewonnen haben. Dieser Leitfaden gibt Antworten zu den Themen Datensparsamkeit, Transparenz, Datensicherheit und Performanz.

Datensparsamkeit

Datensicherheit

Transparenz

Performanz und Verfügbarkeit

Das System muß eine hohe Verfügbarkeit bieten, d.h. Anwender müssen schnell Ergebnisse bekommen können.

Checkliste Sicherheitsmassnahmen

Um die Datensicherheit zu verbessern, empfehlen wir folgende Massnahmen:

SSL-Verschlüsselung mit Zertifikat von Trustcenter

Generell sollten Sie den Server immer mit SSL-Verschlüsselung betreiben, egal ob über Tomcat oder Apache.

Es wird an anderer Stelle beschrieben, wie Sie ein Zertifikat selbst erstellen können, dies sollte nur zu Testzwecken dienen. Lassen Sie stattdessen ein persönliches Zertifikat durch einen kommerziellen Zertifizierungsserver publizieren. Akkreditierte Anbieter von qualifizierten Zertifikaten gemäß Deutschem Signaturgesetz sind die AuthentiDate International AG, verschiedene Bundesnotarkammern, D-TRUST (Bundesdruckerei-Gruppe), DATEV, Deutsche Post, TC Trustcenter, T-Systems und S-Trust Sparkassen-Finanzgruppe.

Einstellungen zur Passwortsicherheit

Bitte befolgen Sie die Hinweise des BSI:

Es gilt nach wie vor:

In SuperX können die Passworteinstellungen in der Konstanten-Tabelle geändert werden.

Der Administrator kann erzwingen, dass der Benutzer sein Passwort ändern muss, indem er im XML-Frontend den entsprechenden User bearbeitet und bei "User muss Passwort ändern" ein Häkchen setzt.

Servertrennung für maximale Sicherheit

Für maximale Sicherheit empfiehlt es sich physikalisch getrennte Server für Apache, Tomcat und die Datenbank zu betreiben. Des Weiteren sollten die Server durch eine Firewall abgeschottet werden, normalerweise steht der Apache-Server in der DMZ.

Keine Anzeige von internen Details bei Fehlermeldungen

Schalten Sie den Entwicklungsmodus aus, damit keine detaillierten Fehlermeldungen bei SQL-Abfragen nach außen angezeigt werden.

Setzen Sie in $WEBAPP/WEB-INF/db.properties „developmentMode“ auf „false“.

Eine weitere Verschleierungstechnik stellt das Aktivieren einer eigenen allgemeinen Fehlermeldung dar. Dadurch soll verhindert werden, das weitere Details – wie zum Beispiel der Java-Stacktrace – angezeigt wird. Richten Sie dafür eine Html-Datei error.htm ein, in der könnte zum Beispiel stehen:

"Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte wenden Sie sich an admin@universitaet.de"

Editieren Sie anschließend $WEBAPP/WEB-INF/web.xml und fügen an das Ende der Datei (also vor dem Endtag ) folgenden Abschnitt ein:

Sperren der DBFORMS-Komponente

Die DBFORMS-Komponente des XML-Frontends dient nur der Datenbankadministration und kann daher in Produktivsystemen mit WWW-Anbindung deaktiviert werden. Damit sind von außen keine Datenbankverbindungen mehr möglich.

Eine Abschaltung der DBFORMS beeinträchtigt in keiner Weise die "normalen" Funktionen zur Berichtserstellung. Wenn die DBFORMS-Komponente benötigt wird, kann eine Installation der betreffenden Module in einem separaten Tomcat auf einem lokalen oder besonders geschützten System stattfinden, wo die DBFORMS dann freigeschaltet werden können.

Logging von Aktivitäten im Adminbereich (dbforms)

Das Logging für DBFORMS wird in der Datei $WEBAPP/WEB-INF/log4j.properties festgelegt. Passen Sie die Datei entsprechend Ihrer Erfordernisse an.

Kontrolle des Referers

Zur Steigerung der Sicherheit kann eingestellt werden, dass bei aufgerufenen Links kontrolliert wird, ob auch ein bestimmter Referer im Request-Parameter enthalten ist.

Um diese Funktion zu aktivieren, fügen Sie den folgenden Abschnitt als zusätzlichen Parameter zum SuperXManager-Servlet in der $WEBAPP/WEB-INF/web.xml hinzu:

Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass einige Browser erlauben, die Übermittlung des Referrers zu deaktivieren. Auch Content-Filter (sowohl im Browser als auch auf Proxys) können entsprechend eingestellt werden. Ein Aufruf mittels IP-Nummer statt Rechnername würde ebenfalls dann fehlschlagen.

Directory-Listing in Tomcat/Apache abschalten

Kontrollieren Sie, dass die Funktion Directory-Listing sowohl im Apache als auch im Tomcat abgeschaltet ist.

In Tomcat muss in der Datei $TOMCAT_HOME/conf/web.xml im folgenden Abschnitt der Eintrag für listings auf false gesetzt werden.

Kontrolle von (fehlerhaften) Anmeldungen

Kontrollieren Sie die Tabelle protokoll auf Häufung von Fehlanmeldungen (proto_fkt_id=2), z.B. per cron-job.

Wenn Sie zusätzlich erfolgreiche Anmeldungen loggen wollen, setzen Sie den Eintrag "Erweitertes Protokoll" in der konstanten-Tabelle auf apnr=1 und starten Sie Tomcat neu.